zurück zur Startseite
zum Diskussionsforum
Allgemeines zu KANBAN Anwendungsbeispiele und Produkte für KANBAN-Organisation Literaturquellen Kooperation
Sie sind hier: Startseite » Allgemeines zu KANBAN
Allgemeines zu KANBAN
Kanban

Kanban ist eine kundenbedarfsorientierte Methode der selbststeuernden Produktion nach dem Holprinzip. Der Materialfluss ist hierbei vorwärts gerichtet (vom Erzeuger zum Verbraucher), während der Informationsfluss rückwärts gerichtet ist (vom Verbraucher zum Erzeuger).

Ständige Eingriffe einer zentralen Steuerung sind im Kanban-System überflüssig.

Das Kanban-System im eigentlichen Sinne ist ein Informationssystem, um die Produktionsprozesse harmonisch und effizient zu steuern.


Zwei-Karten/Behälter Kanban Steuerung

Die einfachste Variante von Kanban ist das Zwei-Karten/Behälter Kanban. Häufig handelt es sich dabei um C-Teile (Kleinteile die in großen Stückzahlen verbraucht werden) aber auch um A- oder B-Teile die aus einem Lagerort entnommen werden um sie dann an einer Produktionslinie bereitzustellen. Hierbei wird die berechnete Kanbanmenge (Verbrauch x Wiederbeschaffungszeit) mal 2 genommen. D.h., es gibt zwei Behälter mit der berechneten Kanbanmenge. Sind alle Teile aus dem ersten Behälter verbraucht geht die Kanbankarte oder auch der Behälter an den Erzeuger zurück, der dann die Kanbanmenge auffüllt und dem Verbraucher wieder zur Verfügung stellt. Die Kanbanmenge in dem zweiten Behälter ist ausreichend um die Wiederbeschaffungszeit (Befüllung plus Transport zum Verbraucher) zu überbrücken.

Bei C-Teilen ist es nicht ungewöhnlich, dass als Sicherheit eine zusätzliche Kanbanmenge zur Verfügung gestellt wird, d.h. es sind 3 Karten/Behälter mit der berechneten Kanbanmenge im Umlauf.


Mehrfachkarten-Kanban Steuerung mit Plantafeln (Ampelsteuerung)

In Umgebungen wo durch hohe Rüstzeiten oder durch den Lieferanten festgelegte Mindestbestellmengen die Produktion oder Lieferung der auf der Kanbankarte genannten Menge nicht möglich ist, können auch Losgrößen oder Bestellmengen mit Kanban effizient gesteuert werden. Man verwendet hierbei die Mehrfachkarten-Kanban Steuerung mit Plantafeln, oder auch häufig Kanban-Ampelsteuerung genannt.

Für jeden Kanbanartikel gibt es eine bestimmte Anzahl von Kanbankarten. Innerhalb der Plantafeln werden für die Artikelnummern grüne (Losgröße/Bestellmenge), gelbe (Reaktionsmenge) und rote (Mindestmenge = Verbrauch x WBZ) Bereiche definiert.

Befinden sich die Kanbankarten noch im grünen Bereich der Plantafel darf noch nicht produziert werden, da noch ausreichend Teile im Umlauf sind. Befinden sich die Kanbankarten im gelben Bereich kann produziert werden. Der Werker entscheidet selbst, ob er produziert. Befindet sich die erste Kanbankarte im roten Bereich muss sofort die Losgröße produziert werden, um den Materialfluss für den nachfolgenden Verbraucher nicht zu gefährden. Da der Werker an der Maschine an seiner Plantafel auf einen Blick den Bestandsverlauf der unterschiedlichen Kanbanartikel sieht, kann er nun bedarfsorientiert entscheiden in welcher Reihenfolge er fertigt.


Elektronisches Kanban (e-Kanban)

Die Auswertung von betrieblichen Daten ist oft unerlässlich. Durch Kanban entfallen viele Papiere und Daten, mit denen oft Auswertungen gemacht werden. Je nach Menge der anfallenden Daten können diese manuell erfasst werden, was aber in den meisten Fällen mit zu hohem Aufwand verbunden ist. Als besonders sinnvoll für e-Kanban hat sich die Nutzung von Barcodes erwiesen. Werden Kanbankarten mit einem Barcode versehen, über den alle notwendigen Daten hinterlegt sind, so können alle Daten eingelesen und für sämtliche Auswertungen herangezogen werden. Interessant ist dann auch die firmen-/werksübergreifende Koppelung von Barcode-Lesegeräten, z.B. mit Schwesterwerken oder Lieferanten.

e-Kanban verbessert damit die Transparenz und den Informationsfluss an allen betroffenen internen und externen Kunden/Lieferantenbeziehungen und hilft, Schwachstellen und Potentiale aufzudecken. Manuelle, nicht wertschöpfende Tätigkeiten können bei gleichzeitiger Performancesteigerung weiter reduziert werden.

 


 

www.lean-factory.com

Workshop-Kalender 2009

Die Flexible Fabrik Teil I
Stuttgart

27.-28.01.2009

28.-29.04.2009

23.-24.06.2009

23.-24.09.2009

12.-13.11.2009

Die Flexible Fabrik Teil I
Zug/Schweiz*

24.-25.03.2009

30.09.-01.10.2009

Die Flexible Fabrik Teil lI
Ludwigsburg

12.-13.03.2009

Stuttgart

27.-28.05.2009

06.-07.10.2009

16.-17.12.2009

Produktionssysteme

auf Basis der

TOYOTA®- Prinzipien

Behr GmbH & Co KG in Neustadt an der Donau

04.-05.02.2009

John Deere Werke Mannheim

17.-18.02.2009

Österreich*

03.-04.03.2009

17.-18.11.2009

Ludwigsburg

12.-13.03.2009

Kanban-Intensiv

mit Planspiel

Stuttgart

10.-11.02.2009

12.-13.05.2009

09.-10.12.2009

Ludwigsburg

12.-13.03.2009

Langenfeld/NRW

07.-08.10.2009

Heijunka & EPEI-

Glätten und Nivellieren

der Produktion mit

Praxisbeispiel & Workshop

Stuttgart

20.-21.01.2009

19.-20.05.2009

04.-05.11.2009

Ludwigsburg

12.-13.03.2009

SAP meets Lean

Stuttgart

03.-.04.02.2009

22.-23.04.2009

29.-30.09.2009

24.-25.11.2009

Ludwigsburg

12.-13.03.2009

Rüstzeitreduzierung

Praxisworkshop

(SMED) mit Planspiel

Stuttgart

12.02.2009

31.03.2009

14.05.2009

30.06.2009

22.09.2009

01.12.2009

Benchmarktour

Süd-Deutschland

06.-07.05.2009

Kanban -

Erfolgreiche Einführung

und Umsetzung mit

Betriebsbesichtigung

"Kanban LIVE"

John Deere Werke Bruchsal

18.-19.02.2009

Endress+Hauser Wetzer GmbH & Co.KG

31.03.-01.04.2009

Lean Administration

Stuttgart

17.-18.03.2009

17.-18.06.2009

02.-03.12.2009

TPM-Total

Productive Maintenance

Stuttgart

26.-27.02.2009

15.-16.06.2009

Lean SCM -

Supply Chain Management

Stuttgart

04.-05.05.2009

Lean- Leadership

bei TOYOTA®

Stuttgart

01.04.2009

26.11.2009

 

* Informationen zu den Veranstaltungsorten erhalten Sie auf Anfrage

Veranstalter:
Leonardo Group AG
www.leonardo-group.com

Kontakt | Datenschutzerklärung | Impressum Copyright ©2012, ORGATEX Frank Levin GmbH & Co KG. Alle Rechte vorbehalten.